Kategorie: INTERVIEWS

  • Interview | Julia Kühne aus Berlin

    Interview | Julia Kühne aus Berlin

    Wir haben Julia Kühne, 22 Jahre alt, Urberlinerin, an ihrem neuen favorite Spot, dem Skatepark am Poststadion, getroffen. Nachdem sich ihre Fußballmannschaft auflöste, fing sie 2011 mit dem Skaten an „und es ist kein Ende in Sicht“, sagt sie.
    Ihr wurden eines Tages auf Youtube, Skateboardvideos empfohlen und sie klickte mal auf so eins rauf und dann noch eins und noch eins und dann wollte sie das auch können, was sie da in den Videos sah. Skateboarding hatte sie sofort in seinen Bann gezogen.

    Am Ende ihres damaligen Praktikums, bekam sie zum Abschied 50€ geschenkt und ging damit gleich los und kaufte sich ihr erstes Komplettboard (…).
    Geskatet wurde direkt vor der Haustüre, auf dem Fußgängerweg. Ein Skatepark war ja nicht da und es gab auch noch keinen Bezug dazu. „Die Rollstuhlrampen in meiner Straße, das waren meine Kicker“ erzählt sie und lacht dabei. „Die waren zwar nicht hoch, aber für mich war es der Begin von etwas ganz Großem!“

    Das Skateboard Marke „Supermarkt“, hat natürlich nicht lang gehalten, also folge bald das erste richtige Skateboard und der Schlag in’s Gesicht, wenn du merkts, wie teuer der neue, liebgewonnene Sport eigentlich ist. Doch dazu später mehr.
    Erst mal ging Julia fleißig Street Skaten, danach kamen erste Spots dazu, wo sich auch andere Skateboarder rumtrieben und dann, ja dann stand mit einmal ein Skatepark direkt vorm Haus. „War schon geil!“ erzählt Julia und du siehst ihrem Gesicht an, wieviel Zeit sie dort verbrachte und was ihr das Skaten dort bedeutet.
    Später kam auch noch ein Bowl dazu und das Glück war perfekt.

    Nach so einem Werdegang ist es auch nicht verwunderlich, dass Julia zum Typ Skateboarderin „Stell mir was hin und ich skate das Ding“ gehört. Hier wird nicht unterschieden nach Street oder Bowl oder Park, etc…
    „Wieso soll ich mich denn auch auf eins beschränken, das ist doch gerade das beim Skateboarden, was es so spannend macht. Es gehört irgendwie alles zusammen und wenn du dich darauf einlässt, eröffnet es dir auch ganz neue Möglichkeiten. Sei flexibel und offen, dann hast du mehr Spaß!“

    Was bedeutet dir das Skaten?
    „Das war früher wie ein Strohhalm für mich, in einer Zeit, in der es mir nicht so gut ging. Ich wollte mich nicht an den typischen Aktivitäten eines Teenagers beteiligen…Mitschüler mobben, Saufen, Kiffen, extrem cool sein, oder sinnlos abhängen…also war es irgendwie einsamer in meiner Welt und mit Skateboarding fand ich etwas, das mir den nötigen Halt gab, um mich nicht total verloren zu fühlen. Im Gegenteil!
    Mit dem Skaten hatte ich weiterhin meine sportlichen Aktivitäten, aber auch mehr Abwechslung und mehr Herausforderung. Diese ganzen neuen Tricks nicht nur mit dem Körper zu erlernen, sondern eben auch im Kopf zu erfassen, zu verarbeiten, und an verschiedenen Spots umzusetzen, das war Koordination auf ganz neuem Niveau. (Zur Erinnerung, vorher rannte sie nur einem Ball hinterher…)
    Aber Skateboarding kann schon auch ne Bitch sein, es kann richtig doll weh tun (lacht). Egal! Es lohnt sich so was von und ich habe meine besten Freunde, durch’s Skaten gefunden. Unbezahlbar.“

    Was ist das schlimmste am Skaten?
    „Die Kosten!“ (alle lachen und nicken)
    „Damals, als ich noch nicht unterstützt wurde und wenn ich ein neues Deck brauchte, bin ich zu Titus (ich kannte einfach noch nichts anderes) und habe dort nach gebrauchten Decks gefragt. Ein tatsächlich neues, war so zwei mal im Jahr drin. Auch Schuhe, die habe ich mir gebraucht bei anderen geschnorrt oder über Ebay gekauft. Ich bin so gar manchmal auf die Bäume geklettert, um mir die hochgeworfenen Sneaker von der Laterne zu fischen, in der Hoffnung dass sie passen und der Vorbesitzer regular gefahren ist, weil ich ja goofy fahre und dann war der Ollifuß-Schuh wenigstens noch ganz. Der andere wurde getaped.“

    Aber heute wirst du unterstützt? Oder wurdest es früher? Wie ist das jetzt?
    „Irgendwann kamen „ten Skateboards“ auf mich zu. Die haben mich mit Boards versorgt, bis ihnen mein Verschleiß zu groß war, vermute ich.
    Danach kam „over“ … das war eine weirde Zeit… ging auch nicht lang.
    Im Anschluß an diese Erfahrungen, dachte ich mir – okay, war nett aber ich gehe lieber weiterhin zu meinem Local Shop und kauf mir einfach die Boards, auf die ich Bock habe und niemand muß sich verbiegen. Irgendwann bist du auch Local Kundin und bekommst nen Local Rabatt und ich mag das einfach. Support your local Scene! Merkt euch das da draussen!“

    Gehört es deiner Meinung nach dazu, überhaupt Sponsoren zu haben? Ist das n erklärtes Ziel, wenn du irgendwann längere Zeit dabei bist?
    „Ich denke das hat was mit dem Status zu tun. Deinem Standing in der Gruppe in der du dich bewegst. Ich finde, man sollte einfach schauen was für eine Art Person man sein möchte. Willst du ´n Sponsoring nur um ne Fame Bitch zu sein, dann lass es besser gleich bleiben. Das will keiner sehen.
    Willst du ein Sponsoring, weil du Bock auf die Marke hast und sie wirklich präsentieren willst, einen Bezug dazu hast und die umgekehrt auch Bock haben auf dich und in dir nicht nur n weiteres Marketing Tool sehen, dann mach das! Irgendwie geben und nehmen weißt du.“

    Du wirst ja jetzt unterstützt, seit du im Olympia-Nachwuchsteam bist. Wie war das, als dir plötzlich jemand den du nicht kennst, über deinen Instagramaccount ne Anfrage schickte, dir was von Olympia erzählte und dich kennen lernen wollte.

    „Ich dachte das wäre Spam! Nein ehrlich.
    Das war so unwirklich und dann kam nach meiner Antwort auch erst mal nichts zurück. Das war sicher irgend ein Trojaner oder so… ich wartete nur darauf, dass mein Handy abstürzen würde.
    Stattdessen kam dann doch noch ne weitere Nachricht und ein Treffen und dann wurde das irgendwie real…und dann war es doch ganz cool.
    In meinem Freundeskreis gab es einige die mir sagten, ich sei eine der besten Fahrerinnen in Berlin, aber ich dachte immer, das sagen die nur so. Sind doch meine Homies. Die wollen mich nur motivieren oder so, aber da war dann diese fremde Person und die hatte mich auf dem Radar und dann holt die mich in das Team. Na dann kam ein fettes, stolzes, Grinsen!“

    Das geht jetzt zwei Jahre so.
    „Ja und ich hoffe ich bin auch noch das dritte Jahr dabei. Ich will das schon durchziehen.
    Ich habe es für mich erst mal antesten müssen. Ich bin ja vorher nie Contests gefahren und wurde da direkt ins kalte Wasser geworfen (Randinfo: Julia wurde als ersten Contest erst mal zum Mystic Cup gekarrt.), nur weil da eine fand, sie glaubt das könnte mein Ding sein.
    Es gab viele negative Stimmen was das alles betrifft und ich war verunsichert, aber jetzt weiß ich: Alles halb so wild!
    Ich sehe das als Chance. Ich kann reisen, Skateparks entdecken, die ich sonst in meinem LEBEN nicht gefahren wäre. Ich lerne seitdem viel mehr dazu, weil die Skateparks ausserhalb von Deutschland noch mal auf nem ganz anderen Level gebaut – oder einfach nur anders – sind.
    Also strenge ich mich an und geb‘ richtig Gas, weil das will ich nicht verlieren. Ich bin halt auch ehrgeizig!“

    Wird Skateboarding jetzt „professionell“?
    „Moah…wie willst du Skateboarden denn professionalisieren, wenn du Skateboarder nimmst, um das zu managen und die sollen auch noch mit anderen Skateboardern zusammen arbeiten? (lacht) Und die, die Verantwortung tragen, kommen auf die Skatementalität nicht klar. Das ist manchmal Chaos pur, aber so auf charmante Art und Weise. Ich bin ja recht umgänglich und komm mit allem klar. Andere haben jetzt plötzlich ganz krasse Ansprüche an das Ganze, weil die sich eben auch denken – ich bin jetzt Athlet/in, ich bin jetzt bei Olympia, ich bin jetzt Profi.
    Es ist der erste Versuch, man sollte den Ball einfach mal flach halten und schauen was passiert und dankbar sein für alles, was es uns dem Team und der Skateboardszene, ermöglicht.“

    Wie wichtig findest du Vorbilder, hast du vielleicht selbst welche?
    „Ich habe keine Poster an der Wand, falls du das meinst, aber es gibt schon Personen die mich an manchen Tagen positiv beeinflusst haben. Wenn ich scheisse drauf bin und mir einen Clip von einem meiner Lieblingsskater ansehe, holt mich das wieder ab und ich schnapp mir mein Board doch wieder und mach weiter. Bin direkt wieder geflasht.
    Es ist auch cool, wenn du nen Trick auf Youtube ansiehst, selber lernst und dann neben dem Erfinder davon stehst und dir denkst: Ich dachte der wäre größer!“ erzählt sie uns lachend und schildert dann ihre Begegnung mit Steve Caballero in Californien und wie das eigentlich schon verdammt großartig war. Manchmal ist sie vielleicht doch ein kleinwenig „Fangirl“, gesteht sie.

    Wie ist das, mit den ganzen Pros auf einmal beim selben Contest zu starten?
    „Sind auch nur Menschen wie du und ich, wenn die cool zu mir sind, bin ich auch cool zu denen.“

    Was wünschst du dir für die Zukunft in Berlin und/oder Deutschland?
    „Mehr anständige Parks! Auf europäischem Niveau können wir da so, nicht mithalten. Macht keinen Spaß auf Dauer.
    Mehr skatebare Gehwege wären toll, was soll das mit dem ganzen Kopfsteinpflaster?
    Ich hätte lieber wieder mehr kleine Skateshops, als große Shops, die in eigentlich Vertriebe sind, und in großen Einkaufszentren zu finden sind. Jedoch befürchte ich, dass genau der Punkt, nicht mehr realisierbar ist. Wenn die großen Vertriebe down sind, kaufen wir halt auch alle unsere Boards nur noch bei Aldi.“

    Was würdest du denn gern dem Nachwuchs mit auf den Weg geben?
    „Nicht aufgeben, auch wenn es hart ist oder du oft hinfällst. Es wird weniger mit der Zeit, dafür tut es dann doller weh!“
    Da lacht sie wieder.
    „…Scheisse!“

    Noch etwas was du sagen möchtest? Grüße an die Welt da draußen?
    „Ich hab euch lieb! Und danke an Speed Rat Wheels, Barrio Skateshop, Koloss Bearings und Cleptomanicx.“

    Danke Julia, es war uns eine Freude.

  • nais

    nais

    Ich sitze in der Bar des cassiopeia und warte auf die beiden Wahlberlinerinnen von nais.
    Für die beiden Thüringerinnen stand schon immer fest, dass sie irgendwas gemeinsam aufziehen wollen würden. Egal was.
    In Berlin angekommen war schnell klar, jetzt oder nie!

    Da beide ganz hart auf Klamotten stehen, musste auch gar nicht lang nach einem „Aber was?“ gesucht werden. Was zum Anziehen geht eben immer!
    Klamottenverleih? Neh irgendwie doch nicht…

    „Was hast‘n du da an? Oh, das ist nais. Moment, das ist doch n Herren-Shirt?“
    „Ja und? Die Motive gefallen mir halt besser.“
    „Hm. Stimmt. Mir auch. … Hey!“

    Mit der Erkenntnis, dass oft lieber die Herrenshirts getragen werden, weil die Motive eben schicker sind, es aber (logischer Weise…oder unlogisch?) auf Grund von diesem Männlein-, Weibleinding nie Fotos von Mädels mit den Jungsklamotten gibt, kamen sie auf die Idee, dass einfach selbst in die Hand zu nehmen. Sommer 2015 wurde „nais“ geboren, ein Vertrieb für Streetware, Schuhe und Accessoires.
    Praktischer Weise mit ihren Lieblingsmarken. Wer würde das nicht so machen?!
    Nur ein halbes Jahr später gingen sie damit an die Öffentlichkeit und wenn man die Entwicklung bis heute betrachtet, darf man ruhig mal anerkennend den Hut ziehen vor den beiden.

    Die zwei kommen aus dem Funsportbereich, weil sie entweder selbst BMX gefahren sind, heute skaten oder einfach nur schon immer mit BMXern und Skatern abhingen. Selbst kamen sie nie in den Genuss eines Sponsorings, aber als sie davon erzählen wie großartig es sich anfühlt und wie wichtig es ihnen war, auch etwas zurück zu geben, in dem nun sie selbst Events und einzelne Frauen sponsern und die Gesichter dabei breit wie ein Schnitzel strahlen – wirkt es ehrlich und sau sympathisch.

    Sie sehen ihren Betrieb auch nicht nur als naisen Klamottendealer, sondern auch als eine Art Community. Sie reisen viel, tauschen sich aus. Versuchen ihre Eindrücke in ihr Business einfließen zu lassen und auf ihre Käuferschaft einzugehen, nein sie einzubeziehen.

    Sie haben derzeit zwei Teamfahrerinnen. Hannah Schulz (Mountainbike) und Sina Lehwalder (Skateboarding).
    Da lässt man sich gern inspirieren und erweitert das Shopangebot auch um Skateboards!
    Es findet eine Recherche über Brands statt, Shapes und Hintergründe. Die zwei auserwählten Deckmarken waren mit „MEOW“ und „Welcome“ schnell gefunden und passen wie die Faust auf‘s Auge.

    Bisher ist es eine sehr spannende und schnelle Reise für die beiden. Noch hat jede von ihnen einen Job nebenher, doch sie lernen viel, arbeiten ständig an der Optimierung ihres kleinen Business und bauen sich nach und nach eine feine Fangemeinde auf.

    Wir von Suck My Trucks finden, sie haben alles richtig gemacht und hoffen, sie können sich in dem Haifischbecken des Onlinehandels, noch eine lange, sehr lange Zeit halten und etablieren und irgendwann auch davon leben!

    Wer jetzt unbedingt was shoppen möchte, hier der Link zum nais Onlineshop
    http://www.nais-berlin.de/de/

  • Steckbrief | Renata Paschini

    Steckbrief | Renata Paschini

    Name – Renata Paschini
    Date of birth – September 8, 1972
    Where are you from? – Brazil
    First, second or third time at the SMT? – Second Time
    Why? – SMT it’s a perfect contest! The Skatehall is perfect, we have the tour to other spots, the organization is very professional, the prize is good, the food is delicious, and the others skaters are very receptive. And the city is beautiful!
    First time on a board? – no
    Skateboarding since? – 1989
    First trick? – slides (downhill)
    Last trick? – indy air
    Favorite spot? – São Bernardo Citá di Marostica skatepark (Brazil)
    In one sentence: why did you start skateboarding? – I start skateboarding to brake my limits.
    Sponsors? – Traxart, Bioleve, Niggli, Xtreme, AFSK. But the don´t support me with money, only products.

    Here’s a little game. We give you 5 words, and you give us the first
    thing that comes to your mind for each word.
    5 words from us are looking for 5 associations from you.

    DSC00417Caipirinha – beach
    CSI – dream
    Currywurst – delicious
    Suicidal Tendencies – the Band
    80ies – best decade!

    Any last words?
    Doesn´t matter how difficult it is, just go and do it!

    Pro Tribanks2

  • Steckbrief | Lydia Wilfling

    Steckbrief | Lydia Wilfling

    Tach Lydia, pass uff, haste kurz Zeit für nen kleenen Steckbrief für unseren Blog?
    Ja klar, ultra cool das ihr das mit mir macht.

    Aber logo! Los geht es:

    Name: Lydia wilfling
    Baujahr: 1994
    Woher: Bayreuth
    Du rollst seit: 6 1/2 Jahren
    Erster Trick: Ollie
    Letzter Trick: Hardflip
    Lieblings Spot: Alles was gut ist

    1Lydia_ollieWieso und warum hast du mitm Skaten angefangen – in einem Satz?
    Ich fand Skaten schon immer verdammt cool dann wurde ein Skatepark direkt bei mir gebaut und dann bin ich da vorbei und hab’s ausprobiert. Danke nochmal an den Herr Kleber, der soviel geduld mit mir hatte.
    Sponsoren: Blackriver, Eastpak und von Vans bekomm ich ab und zu auch noch Stuff
    Da ja Blackriver einer deiner Sponsoren ist, bleibt die Frage nicht aus – was hast’n du mit Fingerboarden am Hut?
    Ich hab n fingerboard und kann sogar ’nen Kickflip!
    Sagenhaft! Dann passt ja alles!

    Jetzt ein Spielchen. Wir geben dir 5 Begriffe vor und du antwortest das erste, was dir dazu einfällt!

    Rollsplitt – ist der verf**** Scheiß den’s gibt !
    Nollie Laserflip – ist verdammt hart!!!! Schon einen gestanden? Nächste Frage?
    Wachs – ist leider geil! Lass dich in der Halle von mir nicht beim Wachsen erwischen!
    Bayreuth – ist meine Heimatstadt in der ich aufgewachsen bin. Mehr fällt dir dazu nich ein? Na sage mal!
    Goldener Schnitt – erinnert mich an meinen Ausbildungsberuf Mediengestalterin.

    Danke dir, wir sehen uns nächste Woche.
    Bis dann!

  • Interview | Anna Kruse

    Interview | Anna Kruse

    „Ich geh‘ dann lieber skaten!“
    Anna Kruse aus Aurich, Teamfahrerin von iriedaily, träumt realistisch

    Sie ist erst 21 Jahre alt, aber schon eine verdammt gute Skateboarderin. Im Interview erzählt die smarte Abiturientin Anna Kruse aus Aurich, warum sie sich nicht über Ostfriesenwitze aufregt, wie ihr Lifestyle gleich Skatestyle ist und warum Vert-Fahren das absolut beste Gefühl ist.

    Wie alt bist du? 21
    Deine Schuhgröße? 38
    Woher kommst du? Aurich, Ostfriesland
    Wohin gehst du? Wo auch immer ein Studium oder Job mich nach meiner Ausbildung hinbringt.
    Wohin willst du? Am liebsten wäre mir Hamburg oder Berlin.
    Goofy oder Regular? Goofy
    Street oder Vert? Beides! Vom Gefühl her ist Vert allerdings unschlagbar!
    Speed oder Technik? Speed
    Flips oder Grinds? Grinds
    Deckbreite? 8″
    Sponsoren? Iriedaily, Vans Flow, Morphium Skateboards, Glücksrad Wheels, Brix Store, Playground Skatehall

    Kennst du den schon? Warum nimmt der Ostfriese immer einen Backstein und ein Streichholz mit ins Bett? Mit dem Stein wirft er das Licht aus, mit dem Streichholz schaut er nach, ob er getroffen hat.
    Ne, kannte ich noch nicht.

    Regt dich das auf, wenn wieder so ein Idiot mit einem neuen blöden Ostfriesenwitz ankommt?
    Aufregen könnt ich mich darüber nicht. Aber es gibt wenig gute Ostfriesenwitze, deswegen langweilen die meisten eigentlich eher.

    Jetzt mal ernsthaft: Als einen deiner Lieblingsspots nennst du die Straßen in NYC. Wann warst du in NYC und was hast du dort, außer skaten, gemacht?
    2010 war ich das letzte Mal da. Ich habe mir zum Abitur den Flug gewünscht und dann drei Wochen in einem Schwarz-Weiß-Fotolabor ein Praktikum gemacht. Ansonsten habe ich mir von den Skatelocals, die ich dort kennengelernt habe, die Stadt zeigen lassen.

    Reisen ist dir verdammt wichtig hast du mal in einem Interview gesagt. Warum, was gibt dir das Reisen?
    Freiheit

    Wo warst du schon überall auf der Welt und wo möchtest du warum unbedingt nochmal hin?
    Früher haben wir jedes Jahr Familienurlaub gemacht. Also oft in die Heimat Griechenland. Ansonsten auch Ägypten, Türkei, Dominikanische Republik, Sri-Lanca, Ungarn …

    Wo hat es dir am besten gefallen?
    Am schönsten ist es in Griechenland wegen der Mentalität . Sri-Lanca wegen der Kultur und Natur. Spanien (Baskenland) wegen der ähnlichen Mentalität wie in Griechenland und den schönen Stränden mit perfekten Wellen.

    Derzeit absolvierst du eine Ausbildung zum Management Assistent in Marketing Communication. Kurz nach dem Abi meintest du mal, dass du gerne Photographie studieren würdest. Gibt es diesen Traum noch?
    Den Traum gibt es zwar schon noch, aber momentan bin ich lieber realistisch und mach erst mal das, was ich gut kann und gerade lerne, also Marketing. Nebenbei oder danach schaue ich dann mal, dass die Fotografie zumindest auf Reisen noch erhalten bleibt.

    An welchem Trick feilst du momentan?
    FS Air in der Half Pipe höher rausbekommen, FS Ollies in Transitions höher machen.

    Du skatest mehr Vert als Street, wie kommts?
    Diese Rundung zusammen mit Geschwindigkeit ergeben das beste Gefühl, dass es gibt!

    Das heißt du fliegst lieber, als dass du ein Techniker bist?
    Definitiv!

    Kann man das auf dein Leben projizieren? Könnte man dich durch deinen Skatestyle charakterisieren?
    Vielleicht in einer Sache, direkt die großen Dinger probieren, bevor man mit kleinen Zwischenstationen anfängt. Genau so sehen meine Pläne im Leben und Träume für Jobs auch immer aus. Ist für die Knochen und Psyche vielleicht nicht immer die gesündeste Variante aber auf jeden Fall kommt man schneller voran, als wenn man planlos oder pessimistisch lebt. Meine Mama ist von der Lebensweise allerdings auch nicht sehr begeistert. ;)

    Dein Bruder hat dir damals deinen ersten Trick gezeigt, einen Shove-it. Skatet dein Bruder auch noch?
    Ja, der studiert allerdings Sport auf Lehramt, kann sich also keine Verletzungen mehr erlauben. Trotzdem gehe ich immer noch derbe gerne mit ihm skaten, weil er heute im Gegensatz zu früher meistens wie ein bester Freund ist.

    In welche Richtung entwickelt sich das Skateboarding derzeit?
    Skateboarding wächst auf jeden Fall, zumindest in Aurich. Alles andere kann ich nicht so richtig einschätzen.

    Welcher Song geht immer beim Skateboarden und warum?
    Mötley Crüe – Kickstart my heart. Der Song gibt halt richtig viel Energie, Überwindung und Motivation beim Skaten.

    Du meintest mal, dass es schön wäre, wenn es auch in Deutschland so eine Art Girls-Team gäbe, das dann immer wieder mal zusammen fahren geht – wie es in Frankreich und England der Fall ist. Geht die Entwicklung im Girls-Skateboarding dahin?
    Klar, in Deutschland gibt es mittlerweile immer mehr Mädels und auch das Business wird nun mit eingenommen. Puse hat dafür mit ihrer Boardfirma Cheers Skateboards den besten Anfang hingelegt!

    Vom Zickenkrieg bis zur Genderpolitik: Was sind deines Erachtens derzeit die größten Probleme mit denen Girls-Skateboarder zu kämpfen haben?
    Wenn ich ehrlich bin, denke ich über sowas gar nicht großartig nach. Ich geh dann lieber einfach skaten.

    Wovon träumst du?
    Dass ein Tag mehr als 24Stunden bekommt. Oder einfach nach der Ausbildung so reinklotzen, dass ich danach erst mal bisschen mehr Freiheit und Zeit zum Skaten, Surfen und Reisen genießen kann. Ach ja, und später dann mal ne Hundeaufzuchtstation betreiben.

    Danke für das Interview – Cindy Michel

  • Interview | Stephanie Schumann

    Interview | Stephanie Schumann

    Hallo Stephie, dich kennt man ja schon, da brauch ich keine großartige Einleitung zu schreiben.
    Aber noch mal kurz zusammengefasst:

    Dein Alter? 27
    Woher kommst du? Stuttgart
    Wohin willst du? Ans Meer
    Goofy/Regular? Goofy
    Street, Bowl, Mini, Halfpipe, Longboard? Street
    Flips oder Grinds? beides
    Deckbreite? 7,75
    Sponsoren? Chicas Boardshop, Greenality, Titus Flow

    Also Stephie, dann erzähl doch mal.
    Du bist Teil des Chickteams. Wie kamt ihr überhaupt darauf a) ein Team zu gründen, b) es so zu nennen und damit c) auch an die Öffentlichkeit zu treten?

    a) Das Ganze ist eigentlich aus Jux entstanden und da man sich schon seit ewig kennt wollten wir  durch das Gründen vom Chickteam eine gewisse Verbindung zum Sport und zur Freundschaft  herstellen.
    b) Zunächst haben wir uns überlegt, was gibt es denn bereits für Teamnamen und da wir ausschließlich Mädels sind, wollten wir einen Namen der auch zu Mädels passt.
    c) Da es bereits sehr viele Jungsteams gibt, wollten wir zeigen das wir das auch können.

    War das schon so euer Ziel, die Skatewelt auf euch Aufmerksam zu machen?
    Ich denke da an die Berichte in der GoldenRide (Malletourbericht und du im Who’s Next).
    Eigentlich nicht, aber wenn es sich ergibt freut man sich trotzdem.

    Wer fährt besser, du oder deine Schwester?
    Haha das ist eine coole Frage die uns immer wieder gestellt wird.
    Wir sind beide auf dem gleichen Level.
    Wir können beide die gleichen Tricks und wir fliegen beide auch ziemlich gleich gut.

    Ich würde sagen es ist unbezahlbar, seine Schwester als Skatebuddy zu haben, oder?
    Ja das stimmt!

    Sponsoring. Ich persönliche finde schön, wenn da jemand ist, der dich zum einen unterstützen will, dich aber auch fordert und pusht und als „Belohnung“ gibt es Stuff, den du dir als Skater sonst hättest kaufen müssen.
    Ich finde es cool was vom Kuchen abzubekommen und ich gebe auch gerne was zurück, in Form von Skate-Videos oder Pics. Aber mein Hauptziel ist das nicht.
    Wichtig ist mir nur der Spaß dabei.

    Produziert ihr euer Footage eigentlich selbst?
    Ja, hauptsächlich filmen mein Freund und ich.

    Wie war das am Anfang so die ersten eigenen Videoaufnahmen zu sehen?
    Später dann auch die ersten Bilder in einem Magazin.
    Hast du deine Familie mit Belegexemplaren versorgt?

    Haha, anfangs ganz cool, aber mittlerweile muss man schon etwas schmunzeln. Meine Eltern haben zusammen natürlich ein Exemplar bekommen.

    Glaubst du es wird für uns Mädels in Deutschland/Europa, auch irgendwann mal möglich sein vom Skaten allein zu leben?
    Bestimmt.  Es gibt ja mittlerweile sehr viele, gut fahrende Mädels, die sich einen Teil ihres Taschengeldes durch Contests und Werbungen verdienen, siehe Leticia Bufoni.

    2011 wurden mehrere Mädelsevents, gerade im Halfpipe, weggestrichen.
    Zu wenig mediales Interesse.
    Was hältst du davon?
    Das ist eine gute Frage. Natürlich ist es schwierig einen Event zu starten, wenn keiner kommt. Vielleicht sollte man dann lieber EINEN großen Event starten, anstatt mehrere kleine.

    „Generation Workshop“
    Heute sind die Kids mit 14 Jahren oft schon weiter, als es die Generation davor mit 20 war. Ich behaupte mal, dass kommt weil sie mit Workshops und „How to do…“ Videos auf Youtube, groß werden.
    Meine Schwester und ich leiten bei „The Step“ Skatekurse für Mädels und dort sehen wir die schnellen Fortschritte.
    Ich finde es ganz gut, dass man heute durch Workshops mehr erreichen kann. Ich habe mir das Skaten selber beigebracht und es war wirklich eine harte arbeit. Also ich hätte mir damals auch gewünscht, dass mir jemand hilft.

    Ist Skaten ein Sport oder ein Lifestyle?
    Ich finde beides.

    Du wiegst zwar nur n paar Kilo, aber hast du es schon mal geschafft ein Deck zu zerbrechen?
    Ja das habe ich. Aber dann war es meistens schon abgefahren.

    Gib es ruhig zu, du hast es wütend aufm Boden zerschlagen, weil es nicht so wollte, wie du!
    Haha, ja klar! Da gibt es noch so lustige Aufnahmen von mir HAHA so gut!

    Was ist deine peinlichste Skatestory – in Kurzform.
    Bail am Rail.

    Stimmst du mir dabei zu, dass das Skatelevel der Mädels in den USA dezent höher ist, als bei uns?
    Meinst du da kommen wir auch noch mal hin?
    Ja das stimmt, aber wir sind auf dem besten Weg.
    Siehe Evelien Bouilliart, Candy Jacobs und so.
    Wir arbeiten alle einfach viel zu viel.
    Oh ja!

    Zum Schluß noch was einfaches:
    Drei Menschen mit denen du dieses Jahr unbedingt noch skaten wollen würdest:
    Andrew Reynolds, Chris Haslam, Leo Romero

    Drei Menschen von denen du dir schon mal nen Trick abgeschaut hast:
    Andrew Reynolds, Benjamin Walther, Dennis Gläser

    Menschen denen du schon mal den Mittelfinger gezeigt hast, weil sie vor deiner Nase genau den Trick machen, den du schon seit einer Stunde probiert, aber nicht geschafft hast:
    Das sind Leute die ich gar nicht kenne — Spaßten!

    Dein neuester Trick?
    Hardflip

    Dein Hasstrick?
    360flip

    Sonst noch etwas, dass du loswerden möchtest?
    Liebe Grüße an euch alle!
    Bis bald.

     

     

  • Interview | Katta Sterner

    Interview | Katta Sterner

    „Skate today, tomorrow it might rain“

    Katta Sterner (28) aus Schweden im Interview:  Vom eigen gebauten Deck bis zu Pippi Langstrumpf

    Die Schweden sind super. Darüber waren wir uns nach dem ersten „Suck My Trucks“-Contest  einig: Nicht nur weil eine von ihnen, Emma Lindgren, den ersten Platz beim Streeet-Contest gemacht hatte, sondern weil wir bei der Afterhow-Party im Cassiopeia richtig viel Spaß mit ihnen hatten. Mit einer von ihnen haben wir uns besonders gut verstanden, mit Katta Sterner. Die blonde Schwedin (es gibt auch brünette Schwedinnen) fuhr zwar selbst nicht mit beim Contest, aber skaten kann sie trotzdem – und das sogar ziemlich gut. Im Interview verrät sie uns, warum ihre Tochter wie ein Schaf aussieht, wer für sie die beste Präsidentin wäre und warum es manchmal besser ist, auf Hedgehogs als auf Super Mario zu stehen.

    After the first „Suck my Trucks“-Contest we were sure about one thing: We like Sweden and the swedish girl skaters. Not only because one of them, Emma Lindgren, won the „street“ competition, but mostly because we had such an awesome time with them at the SMT-Aftershow-Party. Katta Sterner was part of the swedish crew. She didn’t participate at the Suck-My-Trucks, but her video footage flashed us. So we decided to interview her. And once again we had a great time with her. She told us why her daughter looks like a sheep and what it’s like to ride an „Air Sonic“.

    Wie lange fährst du schon Skateboard?
    Diese Frage stelle ich mir jedes Mal, wenn ich in einen Skatepark gehe. Ich schätze mal so um die zwölf Jahre. Es ist schwer zu sagen, da ich lange Zeit gar nicht gefahren bin. Weißt du, wenn es ums Skateboarding geht, haben die meisten Leute das Bild von einem Jungen im Teenageralter vor Augen. Sie sehen es als Phase und glauben, dass man mit 18, wenn man erwachsen wird, eh mit dem Skaten aufhört. Das dachte ich mir wohl auch, als ich mein Brett für einige Jahre in die Ecke stellte. Und wenn ich eines während dieser Zeit gelernt habe, dann, dass Erwachsenwerden einzig und allein bedeutet, herauszufinden, was man selbst vom Leben möchte und wie man dieses führen will.  Und es bedeutet nicht, dass man das tut, was die Gesellschaft aufgrund von Alter oder Geschlecht von einem erwartet.

    How long have you been skateboarding for?
    Yeah, I ask myself that question, every time I walk into a skate park. Honestly I’m not really sure. But I would guess for like twelve years. It´s hard to say because I took a break from skateboarding for a few years. You know, when people think about skateboarding most people have the picture of teenage boys in their heads. They see skatebaording as something you do, when you are young, not quite grown up. I guess, that’s what I thought, when I started my break: „You have to quit skateboarding now, you have to grow up!“ But those years without skateboarding I realized one thing: Growing up means finding out what you really want, deciding for yourself, what you want from life. That’s what it’s all about, not letting anyone else tell you what you are and what you are not to do, just because of your age or your gender.

    Schweden ist eher berühmt für Möbeldesign und idyllische Landschaften, nicht so sehr für das Skateboarden. Trotzdem hast du angefangen zu skaten. Wie kams dazu?
    Schuld war der Neue in der Klasse, der mit einem Skateboard in die Schule kam. Ich war etwa zwölf Jahre und so was von fasziniert von dem Ding.  Er hat es mich ausprobieren lassen und ich habe mich sofort in das Skaten verliebt. Liebe auf den ersten „push“ sozusagen.

    Sweden is famous for furniture design or its beautiful countryside, but not so much for skateboarding. Still, you skate. How come?
    I must’ve been twelve years old, when the new kid walked into our classrom. He was carrying a skateboard. He let me try it out and I was so fascinated, that I didn’t want to give it back. Love at first „push“.

    Du hast dein erstes Deck selbst gebaut?
    Ja, das habe ich. Es gab damals keinen Skateshop, wo ich mir ein echtes hätte kaufen können.
    Also habe ich meinen Werken-Lehrer gefragt, ob er mir helfen könnte, eines zu bauen. Zusammen haben wir dann Holzreste geklebt und in einer Form festgespannt, die einer Fingerboard-Minirampe ähnelte – so hat es Nose und Tail bekommen. Nach einer Woche habe ich es dann rausgenommen und angemalt. Dann habe ich noch Achsen gefunden mit den wahrscheinlich kleinsten Wheels ever und es zusammengeschraubt. Leider hatte ich kein Grip tape, also habe ich ein Monat oder so gebraucht, um mit „Sonic Air“ einen Ollie zu lernen.

    So you actually built your first deck?
    Well, I didn´t know any skateshops where I could buy a „real“ one. So I asked my teacher in wood class if it was possible to build one and he said yes. We took some playwood and glued it together in a form that looked like a very long fingerboard miniramp. It was in there for a week – that’s how it  got it´s nose and tail. I found some trucks with probably the smallest wheels you have ever seen on a skateboard and put them on. It took me like  a month to learn how to ollie because „Sonic Air“ didn’t have grip tape. Oh yeah, I also painted it.

    Du hast dein selbst gemachtes Deck Sonic Air genannt? 
    Ich habe damals wahnsinnig gerne Videospiele gezockt, mein liebstes war eben SEGA’s „Sonic the hedgehog“.

    You named your „home made“ deck Sonic Air?
    Yes, after Sonic the Hedgehog. I was really into video games at that time and my favorite was SEGA’s Sonic.

    Hast du Sonic Air noch?

    Leider nicht. Als ich nach ein paar Monaten ein richtiges gekauft habe, habe ich es meinem Nachbarn geschenkt. Nach einem Jahr habe ich es so sehr bereut, dass ich es von ihm  zurück haben wollte. Aber der hatte es leider schon weggeworfen. Ich habe ja nicht mal Bilder.

    Cool. I wanna skate it! Do you still have Sonic Air?
    When I got my first real skateboard I gave Sonic Air  to my neighbor. One year later I regretted ist so bad, that  I had given it away. Hey I had built it myself. So I asked, if I could get it back, but he had thrown it away. I still think of that board today and wish that I had never given it away. I don´t even have a picture of it, just in my head.

    Wieso ist dein Deutsch eigentlich so gut?
    Weil ich eine zeitlang in München gelebt habe, ich war sogar in einem deutschen Kindergarten. Meine Eltern haben in Bayern Hockey-Teams trainiert.

    So, why do you speak such good German?

    My parents used to coach hockey-teams in Germany. That’s why we lived in Munich, I even went to a German Kindergarten there.

    Was ist typisch für schwedische Skateboarder?

    Wir skaten sehr viel und trinken gerne Bier. Ist das bei euch nicht auch so?

    What’s typical for Swedish skateboarder…
    Well, we skate alot and we like to drink beer. Isn’t it the same with you?

    Erzähl mal was über die Mädchen-Skateszene in Schweden.
    Naja, sie wächst auf jeden Fall. Als ich damals zu skaten begonnen habe gab es in meiner Stadt keine anderen Mädels, die skateten. In ganz Schweden gab es damals nur fünf von denen ich wusste.

    Tell me about the girls skate scene in Sweden.
    Well, it’s growing. When I first started skateboarding there were no other skateboarding girls in my town. I only kenw about five other girls who did – in the whole country!

    Mit  „No limit“ unterstützt ihr die Szene. Was genau ist das?

    Das ist eine gemeinnützige Gruppe, die wir vor vier Jahren gegründet haben. Damit wollen wir Mädels pushen beim Skaten zu bleiben und unterstützen die, die gerne fahren würden. „No limit“ hat schon auch zum Wachstum der Szene beigetragen. nolimitskate.se (Anm.d.Red.: Vor allem empfehlenswert für die, die schwedisch sprechen).

    You support the scene with „No limit“. What is that?

    Four years ago some friends and I started a non profit skateclub called „No limit“. We push other girls to keep on skateboarding and support girls who have never skated before but want to try it. Now there are more girls skateing and the scene keeps growing and grwoing and growing. Check us out on nolimitskate.se

    Wie würdest du Skateboarding für dich defnieren?
    Für mich ist es wie eine Meditation, es reinigt meine Gedanken. Und dann, wenn dieser Moment kommt, wenn du einen Trick stehst, den du schon seit Monaten übst, dann schwebst du plötzlich auf einer Wolke. Es fühlt sich dann ungefähr so an, wie wenn man sich verliebt.

    Define Skateboarding.

    For me skateboarding is like a meditation, it clears my mind. And then there are those wonderful moments when you finally land a trick, that you have tried so many times before. That moment feels like floating on a cloud, it´s like falling in love.

    Hast du Familie?

    Ich wohne mit der Liebe meines Lebens und Zeza unserer Tochter, die aussieht wie ein Schaf, zusammen. Sie ist übrigens der beste Hund auf der ganzen Welt. 

    Speaking of falling in love, what’s your family status? 

    I live with the love of my life and our curly daughter Zeza who looks like a sheep. She is the best dog in the world.

    Wer ist dein alltime-favorite Skatebaoarder?
    Rodney Mullen wegen seiner Technik und dem Lächeln, das er immer im Gesicht hat und Elissa Steamer, weil sie eine Pionierin des Sports ist und immer noch „real“ ist.

    Who is your alltime favorite skateboarder?
    I would say Rodney Mullen, kicking it with his technique and having a smile on his face doing it. And Elissa Steemer for being the pioneer she is and that she´s still keeping it real!

    Schwedische Klische-Frage, muss aber sein: Astrid Lindgren mag jeder gerne. Aber wen magst du von ihren Figuren am liebsten?
    Ich liebe sie alle! Aber am meisten mag ich wohl Michel aus Lönneberga. Den kleinen Jungen, der immer, wenn er etwa angestellt hatte, von seinem Vater in den Schuppen gesperrt wurde. Dort schnitzte er dann an seinen Holzfiguren. Als ich ein kleines Mädchen war, wollte ich unbedingt wie er sein, denn er schien immer so viel Spaß zu haben.

    Who is your favorite Astrid-Lindgren-Hero?

    I love them all! „Emil i lönneberga“ (Anm.d.Red.: Michel aus Lönneberga) would be my favorite.
    You know, the little boy who always gets into trouble? His father always locks him into the „snickerboa“ where he cuts little statues out of wood. I always wanted to be like im, when I was a little girl. He seemed to have so much fun all the time.

    Meinst du wäre Pippi Langstrumpf eine gute Skateboarderin gewesen?

    Hell yeah! Wäre Pippi Skateboard gefahren hätte sie jeden – egal ob Mann oder Frau – in die Tasche gesteckt.
    Pippi for President!

    Do you think, Pippi Langstrumpf would have been a good skater?
    Hell yeah, if Pippi would’ve skateboarded, she would’ve kick everyone’s ass, what ever gender, everyone’s!
    Pippi 4 President!

    (Redaktion: Cindy Michel)

    Date of birth: 1983-12-03
    Place of birth: Karlstad, a small town, just above the biggest lake in Sweden.
    You live in: Gothenburg, on the westcoast of Sweden
    Your occupation: webdesigner/photographer for the online skate/snow and street store  Hollywood.se
    Sponsors: DVS shoes, Hollywood.se
    First deck: Air Sonic – I built it when I was 13.
    First trick: Ollie
    Last trick: 360 flip
    Last words: „Skate today, tomorrow it might rain“

  • Sabrina Göggel

    Baujahr: 1985
    Geboren in: Baden-Würtemberg
    Lebt aber in: Hamburg
    Rollend seit: 1998
    Dein Song zum Skaten: Da gibt’s echt zu viele! Hauptsache ordentlich Gitarre und Schlagzeug mit drin, nä!
    Erstes Deck: A-Team – Mark Gonzales mit nem Panther drauf (n Stück davon hängt immer um mein Hals, sozusagen als Glücksbringer)
    Erster Trick: Olli
    Last Trick: fakie 360 Heelflip
    Wieso und warum begonnen? Hab durch meinen Bruder angefangen, der skatete auch!
    Was machst du, wenn du nicht am Skaten bist? Arbeiten, Bier trinken, F…, und „Cheers Skateboards“ auf bauen.
    Lieblings Zitat: „Wenn man nicht weiss, wohin man will, so kommt man am weitesten!“ (Shakespeare) und
    „Wer sich mit humor wappnet ist praktisch unverwundbar!“
    Sponsoren: Volcom, Vans, Cheers Skateboards, S-Store, Electric, Pirate-Love Tattoo
    Außerdem zieht Sabrina gerade ihren eigenen Skateboard-Brand auf: www.cheers-skateboards.de – wir wünschen viel Erfolg!

  • Julia Brückler

    Julia Brückler

    Baujahr: 1989
    Geboren und lebt in: Wien
    Rollend seit: 2002
    Erstes Deck: Toy machine
    Erster Trick: Antauchen
    Last Trick: sw nose wheelie
    Wieso und warum begonnen? Hatte einen Freund der geskatet ist, bin dann zwar nicht bei ihm, aber beim skaten geblieben.
    Was machst du, wenn du nicht am Skaten bist? Hauptsächlich arbeiten und studieren
    Lieblings Zitat: Musst halt üben!
    Sponsoren: DVS, Destructo, Volcom (flow)

  • Kim Wibbelt

    Name: Kim Wibbelt
    Baujahr:1988
    Lebt in: Münster/Köln
    Skatet seit: 2002
    Profi seit: 2002 (erster Sponsor?)
    Stance: Goofy
    Videoparts in:
    Contests:
    Etnies CUps in München Basel, Mastership,
    Sponsoren: Adio, Nikita, Titus Münster, Lesettes, Skullcandy, Suenos Bedclothes, Rockstar Bearings, Addictedtoride.com
    Außerdem: eine Currywurst bitte! || www.kimwibbelt.com